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Bridge

Successful Pathways for the Second Generation of Migrants

Bridge: Erfolgreiche Wege für MigrantInnen der zweiten Generation

Die Situation von MigrantInnen der zweiten Generation ist in ganz Europa ähnlich: sie sehen sich oft kulturellen, sprachlichen und sozialen Schwierigkeiten oder Vorurteilen ausgesetzt und ihr Selbstwertgefühl leidet entsprechend. Die Hauptidee hinter diesem Projekt besteht darin, derartige Vorurteile und Situationen, vor allem im Falle von auf Arbeitsuche befindlichen jungen, gering qualifizierten MigrantInnen der zweiten Generation zu verhindern.

Wer zählt im Projekt zu MigrantInnen der zweiten Generation? Um die Definition gibt es Diskussionen: Zahlreiche Experten zählen jene MigrantInnen zur zweiten Generation, die mindestens einen immigrierten Elternteil haben oder in dem Land geboren wurden, in welches ihre Eltern eingewandert sind oder in das sie in Jugendjahren (während ihrer ersten Sozialisierungsphase) gekommen sind. Einige amerikanische Soziologen (wie Portes, 1996) sprechen von der zweiten Generation „2G“ (wenn diese im Einwanderungsland geboren wurden), um sie von der Generation 1.75 zu unterscheiden (welche vor ihrem 10. Lebensjahr eingewandert sind) und der Generation 1.50 (welche vor dem 16. Lebensjahr in das Einwanderungsland kamen). Alle anderen werden zu MigrantInnen der ersten Generation gezählt. In diesem Projekt werden vor allem die Generation 2G und 1.75 einbezogen.

Die “Brücke” zwischen den verschiedenen Kulturen und den Weg in Richtung sozialer Eingliederung werden die Hauptprodukte des Projektes darstellen, welche die Projektpartner für Unterrichtende und TrainerInnen von MigrantInnen der zweiten Generation erstellen. Zudem werden Materialien für MigrantInnen der zweiten Generation selbst, welche sich auf Arbeitsuche befinden und ihr Selbstwertgefühl bzw. Kommunikationsfertigkeiten verbessern möchten, entwickelt.

Bridge Hauptprodukte:

  • ein 20-Stunden Kurs zu interkulturellen Kompetenzen und autobiographischen Berichten. Unterrichtende und TrainerInnen in der Erwachsenenbildung, deren KursteilnehmerInnen MigrantInnen der zweiten Generation sind, werden ihre sozialen Kulturkompetenzen und Lehrmethoden für diese Zielgruppe verbessern können. Diese Materialien basieren auf quantitativen und qualitativen Daten zur zweiten Generation von MigrantInnen, wie auch pädagogisch-didaktisch auf autobiographischen Interviews, die von den Projektpartnern durchgeführt wurden.
  • ein 16-Stundenkurs für MigrantInnen der zweiten Generation. Die pädagogisch-didaktische Herangehensweise beruht auf autobiographischen Daten und zielt darauf ab das Selbstwertgefühl der Zielgruppe aufzuwerten und zu helfen ihre Kommunikationsfertigkeiten, vor allem für Bewerbungsgespräche, zu verbessern.

Zusätzlich wird das Projekt einen praktischen, mehrsprachigen Trainingsleitfaden, eine CD-Rom mit Empfehlungen für EntscheidungsträgerInnen in der Erwachsenenbildung und ein Handbuch erarbeiten. Alle Produkte werden bis September 2011 kostenfrei für nicht-kommerzielle Anwendungen verfügbar sein.

EU-Programm: LLP, Grundtvig Multilaterale Projekte
Koordination: BEST Institut für berufsbezogene Weiterbildung und Personaltraining GmbH
Kontakt: Helmut Kronika, Karin Kronika
Laufzeit: Oktober 2009 – September 2011
Website: www.bridge2g.eu