Appearance Matters

Optimising the outcomes for vocational guidance counselling and vocational training – Die Ergebnisse von Berufsberatung und Berufsbildung optimieren

Hintergrund

Soziales Interesse an “Aussehen” geht weit in unsere Geschichte zurück. Bis vor kurzem wurde dieses Interesse positiv bewertet, kritisches Ergebnismaterial zeigt nun jedoch den weitreichenden und schädlichen Einfluss von Unzufriedenheit mit dem eigenen Erscheinungsbild auf sowohl körperliche als auch mentale Gesundheit. Die negativen Auswirkungen für Jugendliche und Erwachsene auf Schlüsselbereiche des Lebens, wie sozialem, schulischem und beruflichem Funktionsniveau, werden dadurch offengelegt. Weiters leidet jede fünfte Person an Entstellungen durch Geburtsfehler, Krankheiten (z.B. Akne), Trauma (z.B. Verbrennungen), oder medizinische Behandlungen (z.B. Tumorexzision). Für viele führt dieser „Unterschied“ zu negativen Auswirkungen auf Selbstbewusstsein und soziales Funktionsniveau (Rumsey & Harcourt, 2010). Menschen mit Entstellungen stoßen auf Stigmata und werden in beruflichen und Bildungssituationen diskriminiert.

Wenn Anbieter im Bildungs- und Beratungsbereich über ein eingeschränktes Verständnis von negativen Faktoren, die mit individueller Wahrnehmung von Aussehen zusammen hängen, potentielle Verzweiflung darüber und entsprechenden Auswirkungen verfügen, sind sie zu einem geringeren Grad fähig geeignete Beratung und Berufsbildung anzubieten und die Situation für die TeilnehmerInnen zu optimieren.

 

Ziele und Zielgruppen

Ziel dieses Projekts ist es, verbesserte Beratung und Lernmöglichkeiten für Menschen mit Entstellungen und/oder Unzufriedenheit über ihr Aussehen in Berufsberatung und -bildung, durch BerufsberaterInnen und/oder Lehrende in der Berufsbildung zu liefern, die auf diese Aspekte und die zu verwendenden Methoden aufmerksam gemacht wurden.

 

Ergebnisse

Das Projekt entwickelt neue Beratungstools und –methoden in Form eines

  • Good-Practice-Leitfadens – Arbeiten mit Personen mit Entstellungen und/oder Unzufriedenheit über ihr Erscheinungsbild in Berufsbildung und –beratung
  • Lehrplans und begleitender Materialien

welche auf verschiedene Disziplinen zurückgreifen und von weiteren Materialien, die BerufsberaterInnen zur Verfügung stehen, wie webgestützte Ressourcen, Artikel, Fallstudien und Berichte über relevante Forschung, unterstützt werden.

EU-Programm: Leonardo da Vinci Multilaterales Projekt
Koordinator: University West of England, Bristol (UK)
Kontakt: Karin Kronika
Laufzeit: Oktober 2012 – September 2014
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.