HOPE:

Giving hope to victims of abuse through vocational guidance and counselling -

Hilfestellungen für Missbrauchsopfer mittels Berufsbegleitung und -beratung

Hintergrund und Ziele

In den letzten Jahren wurde eine große Anzahl an Projekten für unterschiedliche Zielgruppen, die alle Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben, mit Erfolg entwickelt. Es gibt aber eine sehr große Gruppe, die alle sozialen Schichten betrifft: Opfer von häuslichem und sexuellem Missbrauch oder Missbrauch am Arbeitsplatz, sowohl Männer als auch Frauen. Für viele, die aus der Missbrauchsituation ausbrechen konnten, ist es aus finanziellen und auch sozialen Gründen notwendig (wieder) in den normalen Arbeitsmarkt einzusteigen. Dabei stellt die „erlernte Hilflosigkeit“, welche bis zu zwei Drittel der Opfer erfahren und welche zu negativem Denken, Mangel an Vertrauen, Selbstwertgefühl und Motivation führt, ein mächtiges Hindernis dar. Dies führt nicht nur für die Betroffenen sondern auch für Berufsberatungsdienste, die versuchen eben diese bei Ausbildung, Training und auch bei der Arbeit zu begleiten, zu schwierigen Situationen.

 

Aktivitäten und Ergebnisse

Ein Team aus ExpertInnen stellt Trainingsmaterial für berufsbegleitende BeraterInnen zusammen und fasst diese in einem Lehrplan zusammen. Dieses Material beinhaltet Fallstudien, Biographien, Links, wissenschaftliche Artikel und spezialisierte Tools und Methoden für die Beratung der Zielgruppe und ist auf der Projekt-Homepage frei zugänglich. Auch eine Anleitung zur guten Praxis wird in allen Projektsprachen angeboten.

Der entsprechende Kurs soll eine große Anzahl von Beratungsdiensten, Fachleuten, ExpertInnen, Netzwerken und Schirmorganisationen in Europa erreichen, auch außerhalb der Partnerländer. Ziel ist es die Fähigkeiten und Kompetenten von berufsbegleitende BeraterInnen so auszubauen, dass sie Menschen mit Missbrauchshintergrund besser unterstützen können. Denn auch wenn diese es geschafft haben aus den unmittelbaren Folgen auszubrechen, so bleiben doch Barrieren bestehen, die den (Wieder-) Einstieg ins Berufleben erschweren.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt also auf neuen Fähigkeiten in einem neuen beruflichen Feld: Berufsbegleitung - und nicht nur Therapie für Missbrauchsopfer. Ein Ansatz, den es so bis heute noch nicht gegeben hat.

EU-Programm: LLP, Leonardo da Vinci Development
Koordinator: Universidad Hernández de Elche (ESP)
Kontakt: Karin Kronika
Laufzeit: Oktober 2011 - Dezember 2013
Webseite: www.hope-guidance.eu
EU - Partner für lebenslanges Lernen Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.